Montag, 5. Januar 2015

Der Hase bloggt: Schweinehund - und nun?


Hallo Ihr Lieben,
tja was kommt 2015 auf uns zu oder was nehmen wir uns vor?

Warum nimmt man sich denn jedes Jahr so viel vor und wenn man viiieel Glück hat, schafft man höchstens eine Sache durchzuziehen... Warum ist das so? Warum ist der Schweinehund so stark? Oder wollen wir nur einfach zu viel?
Ich nehme mir persönlich immer - wirklich immer zu viel vor... Ehrlich, ist völlig blöd, aber ich kann's irgendwie nicht steuern... Wäre ja viel klüger, sich die Hälfte oder ein Viertel vorzunehmen und das auch zu schaffen. Oder? Dann hätte man ja auch ein positives Gefühl. Aber wie macht man das? Ich würde wirklich gern wissen, ob es da einen Geheimtipp gibt ;)
Apropos positives Gefühl... wer kennt es nicht, dieses Gefühl zu schweben, wenn die Hose nicht mehr kneift und die Röllchen in der Körpermitte langsam schwinden. Kennt ihr diese fiesen Röllchen, die beim Laufen  mitschwingen  - so über dem Hosenbund ;) und man deshalb lieber Leggings anzieht und sich selber einredet, ist ja bequem... Naja und wenn man dann etwas weniger um Hüfte & Co. wird, dann wird man viel glücklicher und motivierter.. ABER warum bleibt dieses Gefühl nicht da und man ist weiterhin so motiviert? Warum trage ich zur Zeit wieder seeeehr gern Leggings? :O
Hmm, also bei mir hat definitiv mein zweites Haustier - mein Schweinehund - Schuld. Dieses süße kleine Tierchen ist ja immer soooo dominant... Er ist immer bei mir und manchmal gibt er den Ton an und ich kann's wirklich nicht verhindern. Aber ich habe gelernt, das es solche Tage gibt und das man sich diese auch wirklich verzeihen kann. Man muss nur am nächsten Tag mit seinem gesunden und gutem Leben weiter machen.
Darum gab es nach Weihnachten und Silvester an diesem Wochenende auch eine leckere Käse-Lauch-Hacksuppe.



Mein Schweinehund lag zwar davor, aber was Schlimmes anrichten konnte er an diesem Wochenende nicht mehr. Im Gegenteil, ich war satt, glücklich, zufrieden und völlig entspannt. :D
Was ich auch an mir beobachtet habe ist, dass es mir an diesen, meist zufällig unfreiwilligen Ausnahmetagen, nicht besonders gut geht. Und auch nicht am nächsten Tag. Kennt Ihr das auch? Das man sich sagt, ach ist schon nicht so schlimm, das eine Mal.... und dann ist man müde, hat ein Völlegefühl (ich sage immer Plumpsebauch ;) oder wirklich Bauchschmerzen und schon schmeckt mir die Ausnahme nicht mehr wirklich so gut.
Je tiefer und zufriedener man mit einer Ernährungsweise ist, umso besser schafft man diese auch als "normal" anzusehen und jeden Tag umzusetzen - sie also zur Gewohnheit werden zu lassen. Ich habe da auch so meinen Weg hinter mir. An dieser Stelle auch mal ein kleiner Exkurs in meine Vergangenheit und wie ich überhaupt dazu kam, dass mich Ernährung interessiert...

Ich war so bis Mitte Zwanzig immer sehr schlank. Ich bin 2 x die Woche zum Sport gegangen, habe mir um meine Ernährung nie Gedanken gemacht, denn ich hab gegessen wenn ich Hunger und/oder Zeit hatte. Naja wie man so lebt, ohne Kinder und so ;) Dann kam mein Sohn auf die Welt und ich hab in der Schwangerschaft nur 13 Kilo zugenommen. Also auch noch ganz gut. Die meisten Kilos waren auch in den ersten Wochen nach der Entbindung wieder weg. Aber es blieben 5 !!!! Kilo mehr auf der Waage als vor der Schwangerschaft. Viel zu viel für meine Empfindungen damals. Und dann:
ICH MACHTE MEINE ERSTE DIÄT!!!! 
Ein folgenschwerer Fehler wie ich heute weiß. Denn hätte ich diese 5 Kilo einfach akzeptiert, hätte ich mir, meinem Körper und meiner Seele ziemlich viel erspart UND ich hätte auch gaaanz viel Geld gespart. Denn was nun folgte war ein jahrelanger Kampf mit den Kilos. Ich probierte so ziemlich alles aus was es gab. Alles, außer Medikamente! Da hatte ich einfach Schiss, was aus heutiger Sicht auch gut so war...
Aber von Pülverchen über heute nur ein Ei und Steak und morgen nur Salat usw...- ich machte alles mit.. Naja und dann kam der erste Schlüsselmoment in meinem Diätleben.
Irgendwann hatte ich unsere kleine Lilly  (unser Hund ;) auf dem Arm und ich muss ziemlich doof da gestanden haben, denn die Freundin meines Cousins - eine sehr direkte Frau - gratulierte mir zur Schwangerschaft... oh man wie ich sie gehasst habe, denn ich war natürlich nicht schwanger. Ich hab echt gelitten. Und wie es der Zufall will, hatte ich ein paar Tage später eine Einladung zu einem WW-Treffen im Briefkasten. Ich dachte im ersten Moment, Mensch sind die alle doof? Da wurde mir irgendwie ein Spiegel hingehalten und ich musste reinschauen. Nun ja, ich bin dann da mal hingegangen und hab mir das angehört. Irgendwie fand ich es schlüssig und hab mich angemeldet. Ich bin ja da auch so, dass ich dann auch gleich starten will und das Ding dann auch gnadenlos durchziehe. Ich hab dann in 3 Monaten 12 Kilo abgenommen und war sooo stolz auf mich.
Da ich auch in der Gruppe gut motivieren konnte, sprach mich die Leiterin an, ob ich  nicht auch eine Gruppe leiten will. Naja und das hab ich dann auch 3 Jahre lang gemacht. War nicht immer einfach, hat mir aber großen Spaß gemacht. Irgendwann wurde es mir dann doch zu viel, so neben Kind, Fulltimejob und Haushalt eben mal noch ne Selbstständigkeit und ich habe die Gruppe abgegeben. Mein Gewicht habe ich die ganze Zeit gut gehalten und habe auch immer Sport gemacht - zu dieser Zeit habe ich auch meinen Schweinehund von meiner Mutter geschenkt bekommen  - so als Warnung.
In den nächsten Jahren dann, mussten wir die Ernährung ziemlich radikal umstellen. Bei meinem Sohn wurde eine Weizen- und Fruktoseunverträglichkeit festgestellt. Es war ein ziemlicher Horrortrip. Bis wir wussten was es war, mussten wir uns gegen viele Ärzte wehren, die meinten mein Kind sei ein "Pommeskind"... usw. und natürlich auch die Umstellung auf andere Lebensmittel war sehr schwer. Na und das hat natürlich auch Auswirkung auf die ganze Familie. War nicht einfach, vor allem nicht für ein Kind, dass früh lernen musste, sich intensiv mit den Inhalten seines Essens zu beschäftigen.
Als ich dann vor gut 3 Jahren meinen Micha kennengelernt habe, kam dann doch etwas von dem Speck zurück... Kennt ihr das, wenn man sich verliebt und viel Zeit miteinander verbringt, was macht man da am häufigsten? Viel Essen gehen, viel gemeinsam kochen und der Sport wird vernachlässigt zu Gunsten der Zeit miteinander. Schnell waren da auch wieder einige Kilos drauf. Mitte 2013 habe ich dann nach Therapien für meine immer öfter kommenden und stärker werdenden Bauchschmerzen gesucht und bin auf eine Ärztin in Berlin aufmerksam geworden, wo man 3 Wochen fastet und 3 Wochen bei einer festgesetzten Kalorienzahl pausiert und wieder 3 Wochen fastet usw. Die Fastenwochen werden immer durch Akkupunkturnadeln unterstützt. Da habe ich gut abgenommen und das wichtigste war, dass ich zu der Erkenntnis kam, dass es mir in den Fastenwochen bauchmäßig gut ging. Huch das war komisch, keine Bauchschmerzen mehr. Laut den Ärzten (Magenspiegelung usw.) lag nix Organisches bei mir vor. Ich soll ein klassisches Reizdarmsyndrom haben und dafür gab es morgens und abends Tabletten und weiter konnten sie mir nicht helfen. Aber ist das denn alles, einfach Tabletten nehmen und das mit Anfang 40? Wo soll das denn enden in ein paar Jahren. Ja was war denn nun so gut an der Fastenzeit oder besser, was lies ich da weg, was mir nicht bekommt?
UND dann kam's. Ich schenke Micha das Buch "Die köstliche Revolution" und er kauft sich Suddas Buch und wir legten einfach los. Stolperten mal, aber liefen immer weiter auf unserem neuen Weg. Und alles in meinem Bauch beruhigte sich. Ich habe keine Bauchschmerzen mehr (wenn ja, dann weiß ich aber auch warum ;) und habe auch ein paar Kilos abgenommen, um noch besser in mein Hochzeitskleid letzten September zu passen. (Blöd, ich hatte mir ein italienisches Kleid in der Größe 42 bestellt :O...) Oh Schreck italienische Größen sind ja viel kleiner, aber Dank der kleineren Änderungen durch den Hochzeitsausstatter und den verlorenen Kilos, hat es am Ende super gepasst.

Nun war die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester doch sehr schlemmerhaft, auch mit einigen kleinen Ausnahmen. Aber wir haben uns gut geschlagen und viele Leckereien in Low Carb umgewandelt und ansonsten weiter unser Programm gefahren. Ich hab wie ein Weltmeister gebacken, gekocht und viel ausprobiert. Klappt nicht alles gleich, aber ich geb ja nicht so schnell auf, sondern probiere es einfach wieder, eben bis es klappt. Am Freitag dann gab es gleich wieder den ersten Butterkaffee und wir sind dabei. Ab heute wollen wir dann endlich wieder abwiegen und zählen, denn mein Micha hat ja ein Ziel und dabei helfe ich ihm - Du schaffst das Engel !!!!
So nun kennt Ihr auch mal meine Geschichte. Ich hoffe, dass es den einen oder anderen vielleicht animiert, es auch mal oder auch mal wieder anzugehen... Bekannte von der Silvesterfete jedenfalls waren schwer begeistert von unserem Braten und den anderen Low-Carb - Mitbringsel, so dass sie es die letzten Tage gleich ausprobiert und einiges nachgekocht haben :) Ende Januar gibt es dann mit dieser Gruppe auch eine Eierfete :) hihi - mal sehen, was das so wird :D

So dann wünsche ich Euch eine schöne Woche und vor allem einen super Start ins erfolgreiche Jahr 2015 !!!

Herzlichst Eure Kathrin



Kommentare :

  1. Klasse Einblick! Danke.
    Aber was ist eine Eierparty? Gibbet da NUR Eier?
    Huch.

    Liebe Grüße
    Annika

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    1. Danke Annika :)
      Eierparty deshalb, weil wir zu Silvester einiges an Essen mitgebracht hatten und vieles davon mit viiiieeel Eiern zubereitet war. Da wollten natürlich alle mehr über diese Ernährungsweise wissen und es hat Ihnen so gut geschmeckt, dass einiges gleich ausprobiert wurde. Na und da kamen ein paar Leute eben auf die Idee, ne Eierparty zu machen, wo jeder was zu Essen mitbringt, hauptsächlich bestehend aus Eiern :D
      Bin auch mal gespannt, was da so auf den Tisch kommt. Wir werden es berichten ;)

      Liebe Grüße
      Kathrin

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