Freitag, 6. Februar 2015

Der Hase bloggt: Mal ganz ehrlich, was wollt ihr?

Diät oder Ernährungsumstellung ????

Das ist hier die Frage... Irgendwie sprechen so viele Leute nur von Diät, wenn man anders isst als die Masse. Hab ich früher auch! Ich hab jahrelang eigentlich immer in irgendeiner Diät gelebt. Schlimm oder? Naja und so ist dieses Denken so sehr verbreitet, dass viele Menschen mit dem Begriff "Ernährungsumstellung" auch immer "Diät" verbinden.
Die Frage ist ja eigentlich, was willst du am Ende erreichen? Fühlst du dich zu dick und du willst abnehmen? Dich aber nicht wirklich mit Gesundheit und Ernährung beschäftigen? Dich einfach eine kurze Zeit kasteien und hungern? Dann wirst du auch wahrscheinlich immer mit deinem Gewicht kämpfen! Du wirst immer wieder zunehmen, wenn du "wieder normal isst"... so sagt man doch..

WAS IST NORMAL ESSEN????
Wer weiß das schon, wer legt das fest?


Nach der Diät ist vor der Diät!!! 
Eine Diät funktioniert ja, wenn man mehr Energie verbraucht als man aufnimmt. Eine ganz einfache Formel. Aber der Körper merkt sich jede Diät. Er denkt... oh je, schon wieder eine Hungerphase, nix gejagt... HUNGER!!! Aber man nimmt ab. VIEL Wasser und einiges an Muskelmasse - vor allem bei Nulldiäten o.ä. ... Nun isst man dann irgendwann (meist relativ schnell ;) nach einer Diät wieder mehr und der Körper denkt... jaaaa endlich Energie... also hält er alles was er kann fest und legt es als Fettreserven an. Eben für die bevorstehende Hungerszeit. Und er will immer mehr Energie. Er wird gierig. Man hat sich selten im Griff und hasst sich so sehr dafür. Ganz logisch. Denn unser Körper weiß, es kommt ja wieder eine Hungerszeit. Ja und die kommt dann auch. Weil wir nach einer Diät meist mehr essen als vorher. Warum? Naja der Körper schreit nach Energie und will mehr davon. Wir haben keine Chance dagegen anzukämpfen. Das ist dann der Jojo-Effekt. Wir nehmen zu, wiegen danach meist mehr als vor der Diät.
Alles logisch und doch tappen wir immer wieder in die gleiche Falle. "Bei der nächsten Diät halte ich durch!!" Kennt ihr das?

Was ist jetzt an der Ernährungsumstellung anders als an einer Diät?

Die Ernährungsumstellung ist ein Umdenken. Ein langer Prozess, wo man sich sehr mit sich und seiner Ernährung beschäftigt. Was tut mir gut, wie reagiert mein Körper auf verschiedene Nahrungsmittel? Wo will ich am Ende hin? Das ist am Anfang nicht immer klar und man kann auch mal abbiegen, mal ganz woanders lang gehen oder auch mal rückwärts gehen. Das Ganze entwickelt sich. Man probiert viel aus, bis man findet was zu einem passt. Vor allem was man im Alltag auch umsetzen kann. Dann ist man in der Ernährungsumstellung. Man hat es zur Gewohnheit werden lassen und denkt nicht mehr daran, was muss ich weglassen oder ersetzen. Es kehrt Ruhe in den Ernährungsalltag ein.
Soll ich euch sagen, dass ich jetzt diese innere Ruhe habe? Es ist sooo genial, dass ich zufrieden und ohne Heißhunger bin. Ich habe wieder gelernt, auf meinen Körper zu hören.
Das ist mir vor ein paar Tagen erst wieder aufgefallen, als es in der Firma so die letzte Weihnachtsstolle gab und ich kein Stück davon nahm. Da fragte mich eine Kollegin, wie lange ich diese Diät denn noch mache? Ich hätte doch gut abgenommen und müsse das doch nicht mehr machen.. Hmmm ja was sagt man dann??? Aufklären nutzte nix, da sofort der obligatorische Spruch kam " ohne mein Brot und meine Nudeln kann ich nicht leben" ... Bin ich gestorben, weil ich keine Nudeln und kein Brot mehr esse? Neee ich stand immer noch putzmunter neben meiner Kollegin... Naja ich habe es mir abgewöhnt, mich zu rechtfertigen. Es ist so, ich esse das nicht und gut ist. Keine großen Erklärungen und Rechtfertigungen. Wen es wirklich interessiert, der fragt später eh noch mal nach.
Aber genau in diesem Gespräch wurde mir klar, wie zufrieden und glücklich ich bin. Ich bin mit meiner Ernährung angekommen!


Als kleine Wochenend-Leckerei hier noch ein Nachtisch, der relativ schnell zubereitet ist und sehr, sehr lecker schmeckt :)


Chia-Pudding mit Himbeermus M+K


Zutaten:


30 g Chia-Samen
150 g Sahne
200 ml Mandelmilch, ungesüßt
1 Blatt Gelantine
10 g Mandelmus
1 TL Johannisbrotkernmehl
150 g Himbeeren (frisch oder TK - dann aber aufgetaut)
Süße nach Wahl


Zubereitung:
(am besten am Vortag, zumindest aber einige Stunden vor dem Servieren)


Mandelmilch mit der Sahne, Mandelmus, Johannisbrotkernmehl und Chia-Samen verrühren
- mit Süße nach Wahl süßen (ich habe Puderxucker - Erythrit genommen)
- mit Vanillemark,- Aroma abschmecken
- ab in den Kühlschrank


Himbeeren
- pürieren
- durch ein Sieb streichen - damit die kleinen harten Kerne raus sind
- evtl. mit etwas Wasser "nachspülen" - wirklich nur ganz wenig, so dass das Fruchtfleisch durchgespült wird
- 1 Blatt Gelantine einweichen und wie üblich erst ausdrücken, erwärmen und 1 Eßl von dem Himbeerpüree unterrühren
- anschließend diese Masse in das restliche Himbeerpüree einrühren
- evtl. süßen mit Süße nach Wahl (Süße immer erst nach der Gelantine dazugeben)
- kalt stellen


Nach ein paar Stunden oder am nächsten Tag das Himbeerpüree auf den Chia-Pudding anrichten --> servieren


Reicht für 4 Portionen.




Hier die Nährwerte nach FDDB:


Für 4 Portionen
Gesamt
pro Portion    
Brennwert
784 kcal
196 kcal
Fett
66,6 g
16,6 g
Kohlenhydrate
17,5 g
4,4 g
Protein
17,5 g
4,4 g


Das Rezept ist auch als freigegebene Liste unter dem o.g. Namen im FDDB zu finden.
Lasst es euch schmecken :)


Na dann wünsche ich euch ein wunderschönes, erholsames Wochenende.


Eure Kathrin

Kommentare :

  1. Wow. das klingt ja irre und ich weiß jetzt schon, dass ich das Rezept nachmachen werde.
    Alle Zutaten sind im Hause, aber kein Johannisbrotkernmehl. ich weiß, dass man dies zu binden verwendet.
    ich habe Flohsamen daheim, ob das auch gehen würde ?
    Ich will mir nicht noch eine neue Zutat kaufen.
    Ich würde mich freue über eine Antwort
    ♥liche Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Jutta,
      schön, dass Dir das Rezept gefällt. Ich rühre ja die Chiasamen irgendwie überall rein... Aber mit dem Mandelgeschmack war es besonders lecker.
      Ich denke, dass Du das Johannisbrotkernmehl einfach auch mit ein bisschen Quark austauschen könntest. Sollte ja nur etwas dicker werden von der Konsistenz her. Mit Flohsamenschalen habe ich bisher nur gebacken, aber eigentlich sollten die auch gehen. Die quellen in Flüssigkeit ja auch auf. Musste probieren.
      Das war wieder mal so'n typischer Rumfort-Nachtisch (lag rum und musste fort;). Die Mandelmilch war da und musste verbraucht werden und dann probiert man einfach rum ;)
      Viel Spaß beim ausprobieren und guten Hunger :)
      Liebe Grüße
      Kathrin

      Löschen