Sonntag, 24. Mai 2015

Neue Serie: Bekannte Formen von Low Carb

Hallo alle miteinander,

mittlerweile passiert es regelmäßig, dass ich gefragt werde "Wääää LCHF wasn das..." Ok bei so einer Fragestellung schicke ich die betreffende Person meistens noch mal zurück auf die Schulbank :) Aber ihr wisst was ich meine. Es sieht ja so aus, dass wir unterdessen nicht mehr nur noch die LCHF Hardliner als unsere Leser haben (Die natürlich auch!). Nein wir haben einen nicht zu unterschätzenden Anteil an nicht LC'lern, bzw. an Interessierten und Neugierigen. Der Erklärungsbedarf reisst nicht ab.
Aus diesem Grund haben wir jetzt den Entschluss gefasst auch unseren Blog mit dieser Sammlung an Bekannten Formen von Low Carb zu bereichern, obwohl sicherlich der ein oder andere zu Recht sagen wird "Wozu? Gibts doch schon auf etlichen anderen Seiten/Blogs" Wie gesagt, ein nicht unerheblicher Teil unserer Leser ist nicht unbedingt Low Carb Hardliner und da wir auch proaktiv in unserer Real Life - Umgebung immer wieder Werbung für Low Carb und unseren Blog (Visitenkarten machen das Leben so einfach ;)) machen, kommen halt auch immer häufiger interessierte Menschen zu uns auf den Blog und möchten genau dort die entsprechenden Informationen lesen und nicht erst rumgooglen.

Wir möchten und müssen an dieser Stelle auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keine Mediziner, Ernährungswissenschaftler oder sonst wie ausgebildete Fachkräfte sind (Noch nicht! ;)). Wir geben hier in unserem Blog lediglich unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke wieder. Es ist immer zu empfehlen bei Unsicherheiten einen Arzt zu kosnultieren (oder auch 2 oder 3), denn wir können und dürfen euch  nicht sagen was ihr zu tun oder zu lassen habt. Wir empfehlen nicht, wir informieren, wie wir es schaffen ein gesundes und schlankeres Leben zu führen und versuchen das Ganze schön unterhaltsam zu gestalten, damit wir und ihr auch ein bisschen Spaß dabei haben.

Gut jetzt wo wir den trockenen Teil erledigt haben kommen wir zum spaßigen Teil.

In vielen LC Ernährungsformen gerne gesehen, der Käse.

Low-Carb

Was ist Low-Carb überhaupt? 

Einfach gesagt ist Low-Carb das Minimieren der täglich zu sich geführten Kohlenhydrate.
Der Begriff kommt aus dem Englischen, wobei "Carb" für "Carbohydrate" steht. Also Low-Carbohydrate = Wenig-Kohlenhydrate. Die vermutlich einfachste Form der Low-Carb Ernährung (Damit habe ich auch angefangen) ist das Weglassen aller offensichtlichen kohlenhydrat haltigen Lebensmittel, also jegliche Mehlprodukte (Brot, Brötchen, Kuchen usw.), Kartoffeln, Reis, Nudeln und vor allem Zuckerhaltige Produkte (Süßigkeiten, Softdrinks usw.). Mit dem Weglassen dieser Nahrungsmittel schafft man es vermutlich bequem unter die von der DGE empfohlene Tagesmenge von 55 - 60% Kohlenhydrate pro Tag. Ich habe gerade mal versucht herauszufinden wie hoch die max. Menge an Kohlenhydraten ist, die man zu sich nehmen kann und dann noch von Low-Carb zu sprechen. Ich habe keinen allg. gültigen Wert gefunden, je nach Ernährungsform schwankt das teilweise recht beachtlich. 

Kleiner Ausflug in die Geschichte von Low-Carb

Die erste Erwähnung geht bis ins 19.Jahrhundert zurück und ist durch den Engländer William Banting bekannt gemacht worden, durch sein 1863 veröffentlichtes Buch "Letter on Corpulence".  Durch die Übersetzung seines Buches in verschiedene Sprachen soll er wohl Ende des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Diätwahn ausgelöst haben in ganz Europa. Da ich da aber nicht dabei war, ist das nur Hören-Sagen. Banting gilt als der Papa der Low-Carb-Ernährung.
Weltweit richtig Fahrt aufgenommen hat die ganze Geschichte in den 1970ern, durch den Amerikanischen Arzt Robert Atkins. Mit seiner Atkins-Diät löste er einen weltweiten Diäthype aus und etablierte die damals sehr kontrovers diksutierte Low-Carb Ernährungsform. Ok kontrovers diskutiert ist Low-Carb heute leider noch immer. Aber es wird besser.
Als letzten "Meilenstein" in der Low-Carb Ernährung möchte ich natürlich LCHF hervorheben, natürlich auch weil wir dort unsere Heimat gefunden haben. Ich kann mir vorstellen, dass es jetzt den ein oder anderen geben wird, der mir mit allen möglichen Low Carb-Ernährungen/Diäten/Trends kommt, die für sich sicherlich auch alle wichtig sind und zur Verbreitung von Low-Carb beigetragen haben. Bitte seht mir nach, dass ich als LCHF Verfechter diese Ernährungsform bevorzuge. LCHF ist ein, im Vergleich zu den beiden Vorgängern, noch recht junger Zweig der Low-Carb Ernährung. Anfang der Jahrtausendwende (2003/2004) entwickelte sich LCHF in Schweden, u.a. maßgeblich durch Fr. Dr. Annika Dahlqvist (jedoch nicht ausschliesslich) geprägt. Kleines interessantes am Rande, Fr. Dr. Dahlqvist wurde zeitweilig ihr Doktortitel aberkannt, weil sie LCHF (und damit eine Fettreiche Ernährungsform) als bevorzugte Ernährungsform ihren Patienten nahe gelegt hat. Mittlerweile hat sie ihren Doktortitel aber wieder und das schwedische Wissenzentrum für Gesundheitwesen hat 2013 einen Bericht veröffentlicht, in dem LCHF als beste Methode zur Reduktion von Adipositas und Übergewicht benannt wird. Wer der schwedischen Sprache nicht mächtig ist (So wie ich) kann sich die Zusammenfassung auf der Seite LCHF.de durchlesen!

Ach ja nur so nebenbei lt. einem Fernsehbericht leben mittlerweile 20% der Schweden nach LCHF, jeder 5te!

Beliebtes Eiweßbrot in der der LCHF Ernährungsform: Schwedische Oopsies

Wie funktioniert Low-Carb?

Im Grunde wurde die Ursuppe von mir schon ganz am Anfang erwähnt: Das Grundprinzip von einer Low-Carb Ernährung ist das (deutliche) reduzieren der täglich zu sich geführten Kohlenhydrate. Der dabei vermutlich wichtigste gewollte Effekt ist eine relative Ruhigstellung der Blutzuckerkurve.

Kleiner Exkurs: Einfach erklärt (Wirklich einfach) wenn man Kohlenhydrate, vor allem schnell verwertbare, wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, usw., zu sich nimmt, gelangt schnell Glukose ins Blut. Den Glukoseanteil im Blut (Glukosespiegel) nennt man im Allgemeinen Blutzucker - Knaller die Erklärung oder? Damit wir nicht irgendwann umkippen und an einem Zuckerschock sterben, fängt der Körper an Insulin auszuschütten, das baut den Blutzucker wieder ab. Leider tut das Insulin das auf eine ziemlich radikale Art, so daß man innerhalb kürzester Zeit einen enormen Blutzuckerabfall hat, ggf. rauscht die Kurve sogar unter 0 = Fresskoma!. Um also diesen Insulinschub zu vermeiden, verzichtet man auf Kohlenhydrate und erhöht die anderen Nährstoffe (Warum welche Ernährungsform was erhöht, dazu später in den einzelnen Formen). Jetzt kommt der spannende Teil, Insulin beackert nicht nur den Blutzuckerspiegel, es hat leider auch den unangenehmen Nebeneffekt, dass es den Fettabbau im Körper hemmt.

Ergo, wenig einfache Kohlenhydrate = wenig Insulin = mehr Fettabbau = Supersache!

Ausserdem vermeidet man damit das Fresskoma UND (und das ist kein Fake, das ist mir selber so ergangen!) kann es sein das man damit eine Insulinresistenz (Vorstufe zu Diabetes 2) heilen! Offzielles Statement meines Arztes "Sind sie hiermit offiziell kein Diabetes Patient mehr".

Und ich könnte noch sooooooooooooooo viele andere Punkte aufführen, die für die Minimierung von einfachen Kohlenhydraten sprechen. Aber das würde den Rahmen des ersten Posts zu diesem Thema sprengen und ich will doch, dass ihr bei der Stange bleibt. :)

Ich beende mal meine Ausführung für Heute und hübsche das alles mal noch mit ein paar netten Bildern auf und dann schlaf ich noch mal drüber und lese noch mal drüber und schick es raus zu euch in die weite Welt.

In diesem Sinne,
Michael

Quellenangabe:
Wikipediaeintrag Low-Carb
Low-Carb-Ernährung
LCHF.de
Chefkoch.de Thema "Low-Carb das steckt dahinter"

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