Dienstag, 16. Juni 2015

Foodporn: Lowcarb Jambalaya

Hallo alle miteinander,

entschuldigt bitte, dass ich erst jetzt wieder von mir hören lasse. Wir hatten ziemlich viel um die Ohren und irgendwie hab ich dabei einfach schlicht den Hintern nicht hoch bekommen um mich auch noch an den Lapi zu setzen und euch was schönes zu schreiben. Ganz ehrlich gesagt wusste ich auch nicht was ich schreiben sollte. Es läuft... Wie geschnitten Brot, auch wenn ja nun gerade der Auspruch bei uns nicht so wirklich passt. :)

Aber ich hab mir gedacht ich nehm Heute mal was in Angriff was mir schon echt lange auf der Seele brennt. Vor allem nach dem mißlungenen Eicamole Versuch dachte ich mir so "Ey das kannst du besser Alter" Seit langem gibt es ein Gericht welches ich liebe und bei dem ich mir gedacht habe "Holla, das geht auch Lowcarb." Irgendwie fehlte aber immer die Muße und die Zeit, da man da echt ein bisschen was schnippeln muss. Also wenn ihr das nachkochen wollt, dann empfehle ich euch so ca. 2 Stunden Zeit einzuplanen, es sei denn ihr seit Chefköche dann schnippelt ihr das vermutlich in 5 Minuten zusammen.

Was die meisten von euch über mich nicht wissen, ich liebe die Cajun Küche. Seit ich in Berlin-Friedrichshagen gelebt habe ist das so, also seit nunmehr 10 Jahren (Man ist das schon lange her). Dort gibt es nämlich ein Spezialitäten Restaurant mit Namen Kid Creole, wo ich dann auch zum ersten Mal Kontakt mit der Kreolischen- bzw. Cajun Küche hatte. Es gibt in der Cajun-Küche einen Klassiker meiner Meinung nach, einen echten "Must-Eat". Meiner Meinung nach sollte man in jedem Fall einmal in seinem Leben eine Jambalaya gegessen haben. Da das leider ein Reisgericht ist, fällt das eher flach, also hab ich mich am Sonntag hingestellt und euch eine Lowcarb-Jambalaya mit Blumenkohlreis gebastelt. Ich kann euch versichern, sie ist die Mühe wert und schmeckt einfach nur hammer geil. Halt Foodporn!

Ihr braucht folgende Hauptzutaten:

200g Chorizo
200g Scampis
200g Hähnchenbrust


300g Fleischtomaten
2 Stängel Staudensellerie
1 rote Paprika (Alternativ 2 Spitzpaprika)
1 rote Zwiebel
1 Blumenkohl
3 Zehen Knoblauch
700ml Brühe (Ich bevorzuge da Hühnerbrühe)
Petersilie
1 Zweig Thymian
2 Lorbeerblätter
Chili und/oder Cayenne (Vorsichtig!)
Pfeffer, Salz
frisches Korianderkraut (Streuen wir nur bei Bedarf drauf, da Kati den Geschmack nicht ab kann)


Zubereitung:
Ok als Erstes putzt ihr die Scampis (Wenn ihr frische gekauft habt) und packt die beiseite.
Nun nehmt ihr euch das ganze Grünzeug vor. Tomaten häuten und würfeln, Sellerie waschen und in Scheiben schneiden und Paprika putzen und ebenfalls würfeln. Die Zwiebel... Na wer mag raten? Genau! Würfeln :) Den Knoblauch kleinhacken oder wenn ihr so Gewaltmenschen seit wie ich, durch die Knoblauchpresse jagen. 
Jetzt die Chorizo in Scheiben schneiden und in einer Pfanne oder im Schmortopf mit ordentlich Öl (Muss ja Fett ran an die Sache) ca. 2-3 min auslassen. Das Öl nimmt dann so ne schöne kräftig rote Farbe an. Aufpassen bei der Chorizo ist der Übergang von Braun zu Schwarz fliessend, also lieber zu früh als zu spät die Dinger raus nehmen und beiseite stellen. Das Huhn in kleine Häppchen schneiden (In der Original Anleitung steht was von Rauten schneiden, aber hey, ob ihr das Zeug rechteckig, rund oder in Herzchenform schneidet ist mal komplett eure Entscheidung). Dann das Huhn in dem Chorizoöl schön anbraten. Das Gemüse und den Knoblauch hinzufügen, kurz anschmoren alles zusammen und mit der Brühe ablöschen. Achja, Thymian und Lorbeerblatt hinzufügen. Bisschen Pfeffer, Salz, Chili und/oder Cayenne hinzugeben. Hier gilt def. lieber nachwürzen als nachher leiden. Ich hab einmal das Ding verwürzt, da sind selbst mir die Tränen gekommen.
Das Ganze zugedeckt 20-25 Min köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Blumkohl in kleine Röschen teilen und mit dem Häcksler richtig richtig krümmelig machen. Sieht dann so ein bisschen aus wie kleiner weisser Couscous. Das ganze in eine Mikrowellengeignete Form geben, 1-2 TL Wasser dazu geben, mit Frischhaltefolie abdecken und für 8 Min in die Mikrowelle -> Blumenkohlreis DONE...
Nachdem der lecker Eintopf durchgeköchelt ist noch mal dezent abschmecken (Je nachdem welchen Feuergrad ihr mögt) und dann nett anrichten. Alternativ würde ich dazu noch einen fetten Kleks Schmand o.ä. empfehlen. Erstens löscht es und zweitens bekommt ihr mehr Fett.

Fertig ist die Lowcarb-Jambalaya

Nährwerte wie folgt. Ich hab heute mal Lifesum genommen anstatt FDDB, da Katis FDDB so voll ist, dass sie keine Listen mehr anlegen kann.


Gesamt = 6 Portionen
pro Portion   
Brennwert
2442 kcal
407 kcal
Fett
127,8 g
21,3 g
Kohlenhydrate
67,2 g
11,2 g
Protein
241,2 g
40,2 g

Anhand der Werte könnt ihr auch erkennen warum "nur" Lowcarb und nicht LCHF. Ich denke man könnte noch am Paprika z.B. sparen (für den KH Anteil) und am Huhn, bzw. den Garnelen für den doch sehr hohen Eiweisanteil, dann kriegt man das Ganze vielleicht sogar LCHF aber das probier ich dann vielleicht beim nächsten Mal...

Oder auch nicht, mir schmeckt sie so wie sie ist und sie macht mega satt.

So in diesem Sinne, machts gut Nachbarn,

Michael

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