Montag, 6. Juli 2015

Wie bleibt man bei der Stange?

Hallo alle miteinander,

da bin mal wieder, viel los (hab ich schon erwähnt) zur Zeit. Urlaub, der eigentlich kein Urlaub ist. Naja ok bei um die 30 Grad auf der Terrasse sitzen und Bauarbeiten koordinieren ist jetzt auch nicht der schlechteste Urlaub.
Damit ihr so nen kleinen Eindruck bekommt was in der letzten Woche los war hab ich hier mal ne kleine Collage gebaut.
Mal im Uhrzeigersinn, unser Hund mit dickem Verband, Wohnzimmer noch ohne Fenster, Schlafzimmer ohne Wand und Kinderzimmer ohne Decke - Ihr seht Spaß ohne Ende
Was mir aber schon die ganze Woche über unter den Fingern brennt, denn ihr könnt euch vorstellen das hier Ernährungstechnisch mal wieder nix so wirklich rund läuft seit einer Woche ist folgendes:

Als ich letztens den Post für meinen 1 jährigen Geburtstag geschrieben habe, hab ich so ein bisschen in Nostalgie geschwelgt und mir meine alten Posts angeguckt.
Irgendwann viel es mir dabei wie Schuppen von den Augen, da tauchte doch glatt bereits 3 Wochen nach Blogbeginn dieser Post auf: Die Krux mit den schlechten Angewohnheiten also nicht mal ein Monat nachdem ich so viel versprechend durchgestartet bin, ging das eigentlich schon das erste Mal mit den häßlichen Gewohnheiten wieder los und wie einige von euch ja wissen, zieht sich das wie so ein roter Faden durch diesen Blog hier und damit natürlich auch durch meine gesunde Ernährung.

Irgendwie lässt mich der Gedanken nicht, los... Die Frage nach dem "Warum?"

Ich hab das Gefühl, wenn es um die Ernährung, bzw. den gesunden Lebensstil (Denn Sport spielt da auch eine wichtige Rolle mit rein) geht, hab ich nie gelernt wie man moderat und durchgehend Gas gibt. Ich versuch euch das mal zu veranschaulichen. Als erstes kommt da der Aha Effekt. Meistens irgendwas schlimmes, irgendein Erlebnis was mich so erschreckt oder sauer aufstösst das ich ums verrecken endlich gesund leben möchte. Das ist quasi die Zündung. Dann geht die wilde Lutzi aber auch sofort los, Vollgas bis zum geht nicht mehr (Ich muss wohl ein Automatik sein ;)) so das den Leuten um mich herum schon manchmal echt schwindelig wird. In dieser Vollgaszeit gibt es nix anderes als Essen, Sport, und alles drumherum. Irgendwann geht einem aber der Sprit aus, ganz normal denke ich. Das äussert sich bei uns dann meistens darin, dass plötzlich nicht mehr abgewogen wird, bzw. immer mehr geschätzt wird. Das nicht mehr regelmäßig und vor allem ALLES notiert wird. Auch soweit nachvollziehbar wenn man Vollgas gibt, ist die Batterie (oder der Sprit) einfach irgendwann alle. Muss also aufgefüllt werden. Was jetzt aber total unlogisch ist, ist mein Verhalten in der nächsten Phase. Anstatt es einfach ruhiger angehen zu lassen (im Idealfall gleich nach dem Zünden) hab ich bei mir immer das Gefühl ich knall da den Rückwärtsgang rein und geb richtig Gummi. Den Punkt verstehe ich nicht. Es ist als ob da irgendwas aussetzt. Ich weiss es doch besser, warum immer wieder dieser Rückschritt?
Immerhin habe ich ihn jetzt bereits schon frühzeitig erkannt und hoffe das ich noch rechtzeitig dagegen steuern kann. Aber wäre es nicht viel entspannter einfach von vorneherein es etwas ruhiger angehen zu lassen? Anstelle von Vollgas die Karre einfach mal rollen lassen? Wie macht man das? Wie lernt man das? Hat da jemand Ideen und Tipps? Im Moment komm ich mir vor wie meine alte Blutzuckerkurve als ich noch eine Insulinresistenz hatte und auf dem Wege in die Diabetis 2 war. Hohe Schwankungen und kurzen Abständen und momentan befinde ich mich wieder im unteren Bereich. Ich will da nicht sein, ich mag das da nicht. Wie krieg ich das hin, das meine Lebensstil-Kurve ähnlich entspannt sich verhält, wie meine Blutzucker-Kurve? Ich denke da liegt des Pudels Kern, ich muss diesen Schritt gehen, diesen Punkt begreifen, verinnerlichen, umlernen, damit auch wirklich mal endlich langfristig eine Abnahme kommt z.B. Damit ich irgendwann wie Sudda sagen kann "Yeah 50 Kilo gerockt und ich fühle mich so geil dabei..." Nicht mehr und nicht weniger ist es was ich mir irgendwann einmal sagen möchte wenn ich in den Spiegel gucke.

Momentan mit unseren Baustellen hier Zuhause kommen wir noch nicht mal mehr zum ordentlich kochen und so besteht unser Abendessen eher aus diversem Grillgut und selbstgemischten Salaten. Wobei ich zugeben muss der falsche Kartoffelsalat mit Fleischwurst und Kohlrabi aufgepimpt mal richtig Pornfood ist.


Bei 34 Grad im Schatten ist die Motivation auf stundenlanges Küche stehen natürlich auch nahe Null. Da wir aber auch zeitweillig gerade mal die Terrasse unser Eigen nennen konnten, weil der Rest des Hauses mal komplett entfenstert wurde, hatten wir auch gar nicht die Wahl.

Zu guter Letzt möchte Kati euch noch ein kleines Rezept mitgeben, welches sie in den letzten Tagen irgendwann mal zusammen gemixt hat. Kati entwickelt sich aktuell zur absoluten Resteverwerterin und da kommen manchmal echt leckere Geschichten bei raus, wie zum Beispiel ihr Zoodles-Mozzarella-Salat. Total lecker kann ich euch sagen und absolut LC und LCHF Konform (Würde ich jetzt mal behaupten).

Dazu braucht ihr folgende Zutaten:
Für 3 Portionen:

Zutaten:


1 Zucchini
6 Mini-Eiertomaten
1 Mozzarella-Kugel
1 Eßl Pinenkerne
1 gehäufter Eßl Pesto
Salz

Zubereitung:


Ein Topf mit Wasser zu Kochen bringen und ein Einsatz zum Dünsten oder ein Edelstahl-Sieb in den Topf hängen. Die Zucchini zu Zoodles schneiden (ich habe den LURCH und bin sehr zufrieden damit). Die Zoodles 2 Minuten über kochenem Wasser dünsten und sofort vom Topf nehmen. Abtropfen und abkühlen lassen.
Zoodles in eine Schüssel geben. Tomaten in Scheiben schneiden, Mozzarella zerrupfen und mit den Pinienkerne zu den Zoodles geben.
Das Pesto unterrühren und mit Salz abschmecken. Kurz durchziehen lassen und dann kalt servieren.

Der Zoodles-Mozzarella-Salat ist super an diesen heißen Tagen und passt zum Gegrillten genauso gut, wie pur zu Parmesanstücke und Oliven.

Fertig sieht das Ganze dann so aus:

Ist nur nen Handyschnapper, vielleicht deswegen nicht ganz soooo lecker... 
So ich hoffe ihr seit alle noch da und ich wünsche euch eine schöne Woche,
in diesem Sinne,
Michael


Kommentare :

  1. Hallo Michael,

    ich glaube, dass du noch nicht mit deinem alten "guten" Leben abgeschlossen hast. Wenn du verinnerlicht hast, dass die derzeitige Lebensweise die sein wird, die du bist du ans Ende deines Leben leben wirst, könnte es dir helfen. Denke nicht ans Abnehmen oder an Ausnahmen, das ist nicht weiterführend. Abnehmen geht von alleine. Wenn dir einmal nach einer Ausnahme zumute ist, denke nicht daran, wie lecker das ist, sondern wie unangenehm es wieder mit den ganzen Nebenwirkungen wird, bis du die Ketose erreicht hast. Vielleicht hilft dir das. Grundsätzlich kann man nur sagen, dass was immer du tust, deine eigene Entscheidung ist, es liegt also nur an dir (nicht am Stress), wenn es nicht klappt. Stress kann man auch durch Bewegung oder Entspannungstechniken verarbeiten und 15 Min hat man immer dazu Zeit, wenn man wirklich will :-)))

    Liebe Grüße
    Ulla

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    1. Hallo liebe Ulla,
      danke für deine wahren Worte. Ja wie gesagt, mir bleibt nix zu sagen ausser, wahre Worte... Dann gucke ich mal was das mit dem "Abschliessen" so ist, warum das nicht so richtig klappen will bei mir. Aber das wird bestimmt auch noch.
      Liebe Grüße,
      Michael

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